Das fotografieren von Wildtieren ist in der Tat eine echte Herausforderung.
Natürlich ist diese Herausforderung sehr davon abhängig welches Tier fotografiert wird. Generell gilt, dass das Tier nicht gestört oder gefährdet wird. Ganz besonders wichtig ist dies bei Jungtieren, die mit einer Störung deutlich verstörter reagieren können, als es im Vergleich erwachsene Tiere machen.
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Was in einem Tierpark zwar möglich, aber sich auch nicht optimal ist, dass man die Tiere streicheln kann. In der freien Natur sollte dies niemals erzwungen werden. Tiere in Bedrängnis zu bringen und so unter Stress zu setzen, gilt als Straftat.
Wenn der Zufall und das Tier es zulässt, weil es zum Beispiel Menschen gewohnt ist, und dies aus freiem Willen herausfordert, dann ist es eben ein Glückstreffer.

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Rehe sind sehr scheu und durchaus vorsichtig. In der Regel halten sie sich in in einem bestimmten Gebiet fest auf und entfernen sich selten sehr weit weg. Dies ist eine Möglichkeit sich für die Fotografie vorzubereiten. Hat man einen solche Stelle gefunden, dann kann man sich in aller Ruhe an einer geeigneten Stelle niederlassen und muss nur noch warten.
Bei der Beobachtung des Verhaltens der Tiere kann man so lernen und verstehen, wie man reagieren muss und wo man sich am Besten aufhält.
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So kann es durchaus feste Rituale geben, dass an einem Waldstück die Rehe bei Sonnenaufgang auf der einen Seite und bei Sonnenuntergang auf der anderen befinden. Mit diesem Wissen kann man sich also morgends oder abends den entsprechenden Platz aussuchen und so tolle Fotos machen.
Was man ebenfalls nicht machen sollte ist das Nachstellen und hinterher rennen.
Trifft man zufällig auf ein oder mehrere Rehe, dann gilt, dass wenn man sie fotografieren möchte, man keine hastigen Bewegungen macht. Auch sollte nicht auf das Reh zugegangen werden. Sich parallel zum Tiere zu bewegen mit bedachten Schritten ist durchaus möglich, soweit es der Weg auf welchem man sich befindet zu lässt.
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In einem Forst der einem Pächter gehört, wo ein Förster oder Jäger zuständige ist, sollte die Genehmigung der jeweiligen Person eingeholt werden um Ärger zu vermeiden. Bei einem Spaziergang durch einen großen Wald ist dies natürlich eher kontraproduktiv, denn wenn der Zufall ein Reh über den Weg schickt, dann ist es einfach so.
Hat man einen Rehsprung entdeckt und kennt die Gewohnheiten der Tiere ist es sicher auch sehr sinnvoll, wenn man die Gruppe unauffällig regelmässig besucht. Dadurch wird es erst möglich noch tiefer in die Materie einzusteigen. Eventuell gewöhnen sich die Tiere an den Geruch des Fotografen und sind dann mit der Zeit immer ruhiger, weil sie wissen, dass diese Duftnote nicht mit Gefahr gleichzusetzen ist.
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Das Thema Geruch ist auch sehr wichtig. Idealerweise geht man „geruchlos“ auf Tour. Dies bedeutet, dass man sich vorab mit klarem Wasser ohne Seife abwaschen sollte. Auch Deos sollten vermieden werden. So verströmt man praktisch nur noch seinen eigen Geruch, an den sich Tiere besser gewöhnen können, als wenn man ständig nach einem anderen Veilchen duftet.
 
Mit diesen kleinen Tipps wünsche ich Euch viel Erfolg bei der Rehfotografie und würde mich über Eure Erfahrungen freuen!

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