Servus liebe Freundinnen und Freunde,
die Alpenwoche ist vorbei. Diese Woche war so abwechslungsreich, wie eine Alpenwoche nur sein kann.
Das Wetter war jeden Tag eine Herausforderung. So es nass, schwül, kalt, heiss, trocken, windig, neblig oder Hagel. Es war also alles erdenkliche dabei inklusive Blitz, Donner und Regenbogen. Die Sonnenuntergänge und -aufgänge sind in den Alpen gigantisch, vor Allem, da die umliegenden Gipfel beginnen zu glühen, was absolut beeindruckend ist und einem den Atem raubt.
Die Gipfelkulissen kommen erst richtig zur Geltung, sobald man sich auf einem dieser Gipfel befindet und sich umschaut. Tolle Weitblicke in Täler und die Landschaft um einem herum. Auch in den Täler und Schluchten kommt das Auge voll auf seine Kosten. So findet sich Unmengen an Pflanzen, Tier und Wasserfälle.
Das Auge kann sich nicht sattsehen, ist geradezu übersättigt vor lauter Information. Es gibt stets Neues zu entdecken. Zum ersten Mal habe ich eine Epipactus palustris entdecken können, eine wirklich schöne Orchideen, mit recht großen Blüten. Den Alpenfrauenschuh habe ich nicht gesichtet, die Stelle, wo ich kenne, war wegen den Wetters zu unwegsam. Es ist ein schmaler Waldpfad, der bei Regen sehr schlamig und somit auf Grund der Steilheit sehr rutschig ist. Also nicht optimal. 2013 war dieser bereits Anfang Juli verblüht und da ich dieses Jahr Ende Juli dort war, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering gewesen, dass er noch geblüht häätte.
Folgende Ziele habe ich besucht:
Am ersten Tag ging es über regennasse Wiesen rauf zum Demeljoch. Dies ist ein 1924 m hocher Berg im Voralpenland, auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Die gesamte Wanderung erfolgte praktisch in den Wolken. Dadurch war die Länge der Strecke nicht überschaubar, und wirkte zeitlich länger, als man sie von vorhergehenden Touren kannte.
Die nächste Tour führte in die Wolfsklamm bei Stanz, eine wirklich sehr schöne Klamm mit unzähligen Wasserfällen. Danach ging es auf eine botanische Runde unterhalb des Gufferts auf dem geologischen Leerpfad.
Am nächsten Tag lies ich es mir nicht nehmen und bin auf die Seekarspitze, die Wolken wollten sich wirklich verziehen, die Tour war auf Grund der Steinbockpopulation der reine Wahnsinn.
Danach war Regen angesagt und es ging zum Lebensmittel einkaufen. Mehr war leider nicht drin. Felsen und Regen verträgt sich nicht.
An meinem Geburtstag ging es trotz Regen los. Als Ziel hatte ich mir das Schneidjoch vorgenommen mit der Option des Nordanstiegs des Gufferts. Letzteres habe ich wegen des Wetter dann nicht mehr gemacht.
Der letzte Bergtag brachte mich erneut auf den Unnütz, das Wetter hat richtig mitgemacht und sorgte für tolle Ausblicke.
Am Samstag war das Wetter schon morgends gigantisch, da ging  es bereits zurück. Einen Berg wollte ich dann nicht mehr machen, für mittags ware bereits schwere Gewitter angekündigt und ich wollte mir keinen Stress auf der Tour machen, nur damit ich den Gipfel schaffe. Also packte ich gemütlich meine Sachen und fuhr langsam wieder Richtung Stuttgart.
Auf die einzelnen Tage werde ich in seperaten Berichten eingehen.
Jetzt seid Ihr wenigstens im Bilde wie meine Alpenwoche grob abgelaufen ist.
Gruß
Bernd

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