Servus liebe Freundinnen und Freunde von Skymountain.de,
im ersten Beitrag 2015 möchte ich mich mit dem Theme Speicherkarten beschäftigen.
Wie viel Speicherplatz ist sinnvoll und welche Karte kann ich empfehlen?
Dies sind die entscheidensten Fragen überhaupt.
In der digitalen Fotografie genießt man den großen Vorteil, dass auf Grund der günstigen Speicherkarten praktisch keine Grenze für die Anzahl der Fotos gesetzt ist. Dies war damals, als noch Filme belichtet wurden anders. So stand z.B. nur eine Filmrolle mit maximal 24 Fotos zur Verfügung, was auch praktische Seiten hatte, denn so musste genau geplant und nachgedacht werden was fotografiert werden soll. Bei einer Reise durch Paris war also jedes Foto bereits festverplant, z.B. Louvre, Eiffelturm, Sacré-Cœur, Moulin Rouge, usw.. Am Ende waren so zwar die Highlights kompakt zusammengefasst, doch stellt Euch einmal vor wie es nun mal des Öfteren in der Fotografie ist, dass irgendetwas schief läuft. Personen, die durch das Bild laufen, Verwacklungen oder falsch belichtete Fotos. So reduziert sich die bereits begrenzte Anzahl an möglichen Fotos extrem.
Diese Problematik besteht im digitalen Zeitalter zum Glück nicht mehr. Speicherkarten gibt es wie Sand am Meer und die Speicherkapazität ist schier endlos. 
Doch kommt es nur auf die Speicherkapazität an oder sind noch andere Faktoren entscheidend?
Speicherplatz ist nicht alles, viel wichtiger ist neben der Zuverlässig- und Halbbarkeit, auch die Geschwindigkeit der Karten. Wer am falschen Ende sparen will, kauft Speicherkarten, die deutlich langsamer sind als die Schreibrate der Kamera ist. Dadurch wird die Schreibrate zum Flaschenhalt und die Kamera arbeitet deutlich langsamer.
Es geht jedoch auch andersherum, dass unnötig teure Karten eingesetzt werden, die deutlich schneller sind als die Kamera die Daten schreiben kann. Das ist wie, wenn man im Auto gleichzeitig Gas gibt und die Bremse drückt.
Wenn ich mich auf meine Sony A77 beziehe, die Daten mit 35 MB/sec. aus dem Pufferspeicher auf die Speicherkarte überträgt, ist eine Speicherkarte mit dieser Geschwindigkeit vollkommen ausreichend.
Anzumerken sei, dass ältere Speicherkarten kaum einen preislichen Vorteil bieten.
In den letzten Jahren kamen bei mir nur Speicherkarten von SanDisk zum Einsatz. Das Modell Utra mit 30 MB/sec. stellte damals den besten Kompromiss zwischen Preis und Leistung dar. Und zugegeben 15 Euro sind nicht gerade viel, wenn es um ausreichend Speicher geht.
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Es gibt natürlich immer zu gegebenem Zeitpunkt schnellere Speicherkarten. Doch sind diese meist nicht erforderlich.
Auf Grund der Performance werde ich ein kleines Speicherkarten-Upgrade auf die etwas schnellere Variante durchführen.
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Wie Ihr sehen könnt ist diese Karten was die Datenrate betrifft 25% schneller, was eher der Schreibrate der Kamera entspricht. Dazu kommt noch, dass die Speicherkapazität steigt. Dadurch verdoppelt sich zwar der Anschaffungspreis, doch es kommt ein weiterer Vorteil hinzu.
Nun könnte man sich fragen was die 64 GB sollen, denn das ist sehr viel Speicherplatz!
Dieser Gedanke ist nicht ganz falsch. Doch sei angemerkt, dass wenn man länger unterwegs ist und keine Zwischenspeichermögichkeit hat, kann man nicht genug Speicherplatz haben, wenn neben den Fotos auch noch Filme erstellt werden.
Damals als ich noch 8 oder 16 GB Karten genutzt hatte, dachte ich die bekomme ich nie voll. Doch genau das Gegenteil war der Fall.
Was ist nun bei einem Speicherkartendefekt? Hier kommen wir genau zu dem Fall, warum ich SanDisk nutze. Ich hatte auch schon andere Marken genutzt. Bis jetzt haben die Karten von SanDisk alles überlebt und damit meine ich wirklich alles. Egal ob Winter, Hochsommer oder hohe Luftfeuchtigkeit. Selbst wenn die Karten beim Wechseln in den Schlamm gefallen sind, hat dies bisher noch keinen Schaden verursacht.
Genau deswegen sollte der Erfolg von Dauer sein.
Doch wie viel Speicherplatz benötigt man im Normalfall?
Im Prinzip sind 16 oder 32 GB eine ideale Größe. Es gibt zwar Empfehlungen, dass der Einsatz von mehreren 8 GB großen Karten empfehlenswerter ist. Doch meine Outdoorerfahrung hat gezeigt, dass je weniger die Karte in die Hand genommen wird, umso länger leben sie. Genau das ist bei kleinen Karten nicht der Fall, da diese öfter gewechselt werden müssen. Auch kann es schneller passieren, dass wenn man 4 oder mehr Karten besitzt, diese schneller verlegt oder verloren gehen.
Persönlich finde ich nichts schlimmer, als bei schlechtem Wetter, die Kamera öffnen zu müssen, um die Speicherkarte zu wechseln.
Fazit:
Meine Empfehlung gilt den 32GB großen Speicherkarten aus dem Hause SanDisk. Die Schreibgeschwindigkeit der Karte sollte, der der Kamera entsprechen. Zu langsame Karten sollten vermieden werden, genauso wie viel zu schnelle.
Gruß
Bernd