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Servus liebe Freundinnen und Freunde,
dieses Thema kennt bestimmt jeder. Wenn man flüssig und mit Leichtigkeit Aufgaben erledigen möchte, dann benötigt man einen gut strukturieren Arbeitsablauf und vor Allem ein definiertes Ziel.
Gerade aus der Schulzeit und dem Studium kenn ich diese Situationen nur zu gut. So sitzt man an seinem Schreibtisch. Um einen herum unzähliges Zeug, dass einen eher ablenkt, statt einen weiter bringt. Und sei es nur ein zweites oder drittes Buch, dass gerade in dem Moment wo man sich auf etwas anderes konzentrieren sollte, viel interessanter ist.
Dies soll jetzt nicht bedeuten, dass man keine an seinem Arbeitsplatz liegen lassen sollte. Im Gegenteil, je schneller sie erreichbar sind, um so besser ist es.
Wichtig ist, dass man sich für ein effizientes Arbeiten eine feste Aufgabe vorgibt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein soll. Ebenfalls wichtig ist es, nachdem die Zeit vorbei ist, für sich zu analysieren, was zum Erfolg geführt hat, was einen abgelenkt und was eventuell zum nicht Erfüllen der Aufgabe gesorgt hat.
Es soll hierbei nicht darum gehen, sich selbst Vorwürfe zu machen und sich zu verdeutlichen, dass man in irgendetwas schlecht ist. Viel mehr soll es helfen, einem zu zeigen, was einen davon abhält in einem Bereich erfolgreich zu sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Gegenstand oder eine geistige Einstellung ist. Letzteres sollte in jedem Fall auch notiert werden. Nur so kann man erkennen, was einen vom Erfolg abhält. Das klingt jetzt vielleicht etwas sehr komisch. Schauen wir uns das daher an einem Beispiel an.
Egal ob man jetzt Schüler, Student, Fotograf oder Verkäufer ist.
Angenommen wir müssen etwas bis zu einem gewissen Zeitpunkt erledigt haben. Nach den vorgegebenen zwei Stunden stellt man fest, die Aufgabe ist nicht erledigt. Was könnten die Gründe sein.
Zum Einen kann es passieren, dass man angerufen wird oder allgemein gesagt von anderen Abgelenkt wird.
Oder man hat etwas auf dem Schreibtisch entdeckt, mit dem man anfängt zu spielen und sich daher ablenkt. Gerade am Computer sitzend, gibt es hier genügend Ablenkungspotential.
Noch ungünstiger ist, wenn man noch andere Dinge im Kopf hat, die einen ablenken. Z.B. Sorgen, andere Aufgaben, andere Termine, Prüfungen, Musik, Strassenlärm, jemand in der Familie ist krank, die Nachbarn streiten, Liebeskummer, Stress mit der Freundin oder dem Freund, finanzielle Probleme oder es ist angenehmer an den Urlaub zu denken als zu büffeln.
All diese Dinge sollte man sich aufschreiben und sich überlegen, welche Lösungen es gibt.
Auch die Tageszeit ist ein wichtiger Punkt, der beachtet werden sollte. Oft ist es so, dass die kreative Phase bei dem einen morgends und bei dem anderen abends ist. So ist der Partygänger vielleicht eher morgends bereit nachzudenken als jemand, der lieber abends arbeitet.
Wenn man sich nun über diese Punkte bewusst geworden ist. Dann kann man seinen Arbeitstag so gestalten, dass es funktioniert.
Während der Schulzeit gab es einen Stundenplan, auch an der Uni hat man einen solchen. Doch was war in den Zeiten, als man Studenplanfreiheit hatte, also z.B. nach der Schule? Richtig, die Struktur war weg. Die wenigsten werden sich für zu Hause einen eigenen Plan geschrieben haben. Ich habe das auch nicht. Hätte es so etwas gegeben, dann wäre es vielleicht am Anfang nervig gewesen, doch da der Tag ohnehin durchstrukturiert war, hätte es einen nicht weiter gestört.
Vielleicht wäre das etwas für die Schulen. Zeitmanagement-Unterricht von der ersten Klasse. Gerade in jungen Jahren lernt und eignet man sich mehr an.
Doch wie kann man sich selbst organisieren, wenn man es bisher nicht gemacht hat?
Ein ganz wichtiger Punkt ist es, alles das einen ablenken kann, aus dem und dem Blick zu räumen. Denken wir uns einmal eine Autowerkstatt, die unordentlich und nicht strukturiert ist. Sicherlich der Mechaniker wird wissen wo sich was befindet. Doch weiss es auch sein Kollege? Es wäre somit sinnvoller, den Werkzeugschrank, nach dem man etwas nicht mehr benötigt, wieder so zu hinterlassen, dass der nächste wieder etwas findet. Das gleiche gilt m Büro. Heutzutage arbeitet kaum einer ganz alleine. Wenn also ein Kollege eine bestimmte Akte benötigt wäre es dich geschickt, den Klaus Müller nicht unter XYZ suchen zu müssen, sondern unter M wie Müller.
Für zu Hause gilt das gleiche. Wenn ich zum Würzen meiner Speisen das Salz erst in der Sockenschublade finde, dann läuft etwas schief. Denn in der Zeit kann alles längst angebrannt sein.
Angebrannt kann auch alles sein, wenn man während man z.B. ein Foto bearbeitet, die ganze Zeit daran denken muss, dass man die Blumen gießen muss, weil sie schon ganz schlapp sind.
Wenn ich die Dinge regelmässig erledige und mir sage, morgends gieße ich die Blumen, mittags wasche ich die Wäsche und abends bearbeite ich meine Fotos. Dann habe ich eine Struktur, nach der ich mich richtigen kann. Somit können schon Punkte auf der Liste gestrichen werden, die einen ablenken.
Wenn man sich jetzt vorgenommen hat abends Bilder zu bearbeiten, dann sorgt man dafür, dass eventuelle Telefonate erledigt sind, die einem zum späteren Zeitpunkt ablenken. Auch möglich ist es, da wir heutzutage ja total vernetzt sind, bekannt zu geben, dass man in den nächsten zwei Stunden nicht abgelenkt werden möchte. Sicher man könnte ja auch alles ausschalten und hätte seine Ruhe, doch so einfach ist dies heutzutage auch nicht. Es könnte ja wirklich etwas wichtiges passieren und daher geht Sicherheit immer vor. Bedenkt nur Euch passiert was und ihr müsst den Notarzt rufen und müsst aber erst die ganze Telefonanlage hochfahren, dass wäre ja doof. 
Was für das Chaos in der eigenen Wohnung gilt, ist auf unseren Computer oder das Smartphone übertragbar. Sehr oft haben wir unzählige Programme installiert, die wir gar nicht oder sehr selten benutzen. Wieso sollte man diesen dann überhaupt noch auf dem Computer oder Smartphone lassen. Alle potentiellen Dinge, die einen unnötig ablenken, nur weil vielleicht lustig ist, einfach weg.
Habe ich 100 Programme auf meinen Gerät und ich nutze nur 3, dann habe ich etwas falsch gemacht. Also lösche ich die anderen 97, dann wird nicht nur mein Rechner schneller, sondern ich arbeite auch effizienter. Wenn ständig irgendwas aufploppt und hier blinkt und dort blinkt, dann kann man nicht in Ruhe arbeiten. 
In Ausnahmen ist eine gewisse Ablenken auch sinnvoll, dann sollte es allerdings auch eine themenorientierte Ablenkung sein. Wenn man einen Beitrag, so wie diesen hier verfasst. Dann is es vielleicht sogar hilfreich, wenn gerade auf dem Schreibtisch etwas Zeug liegt, das einen zu so einem Beitrag inspiriert. Irgendwoher muss es ja kommen. 
Oder ein anderes Beispiel. Wenn ich einen Artikel über Kameras schreibe, dann lege ich meine Kamera vor mich hin. Wenn mir also gerade nichts mehr einfallen sollte, dann lenke ich meinen Blick bewusst auf die vor mir liegende Kamera und mache mir kurz ein paar Gedanken. Am Ende ist der geschriebene Artikel dann mit Sicherheit noch besser.
Auf jeden Fall ist die Organisation mit Hilfe eines Planes eine sehr sinnvolle Sache. Ein durchstrukturierter Tag ist  besser und bringt einen Weiter, weil man die Dinge erkennt, die einen ablenken. Wenn man diese beseitigt, dann arbeitet und lernt man deutlich schneller und effizienter.
Ich hoffe Ihr konnte Euch ein weniger weiterhelfen und Euch davon überzeugen, dass man vieles lernen und machen kann, wenn man für die richtige Atmosphäre sorgt. Und ganz sicher ist auch, sich in einen weissen Raum, nur bestückt mit einem Stuhl und Tisch, mit einem Buch einzuschliessen hat auch noch nicht zum Erfolg geführt.
 
Gruß 
Bernd